Eine kleine Reise ist genug, um uns und die Welt zu erneuern. -Marcel Proust

Unsere Stiftung entsteht 2013 durch eine Reise in das Orinoco Delta Venezuelas. Ein leidenschaftlicher Pemon Indianer, Fernando Lambos, zeigt mir die Welt einer bedrohten Kultur. Er stammt aus dem Nachbarland Guyana. Dort kommt es in den 60iger Jahren immer wieder zu politischen Auseinandersetzungen mit dem indigenen Volk ein Grund dafür das seine Familie nach Venezuela auswandert. Im Zuge dieser Übersiedelung, aus Eigenschutz bekommt Reginold den Namen Fernando. Ein Teil seines Ursprungs, seiner Identität, gehen verloren. Der Name dieser Stiftung ist ihm gewidmet und möge seinen Projekten in Süd Amerika Kraft und Anerkennung geben.


Anna Selzer

Das erste Mal in Afrika. 2014 beginnt mein Engagement in Afrika. Ich bin nicht hier, um einer armen Nation entgegen zu treten. Ich bin hier, aus Neugierde an einer Kultur, deren Inneres durch Trommelschläge pulsiert und von Gesängen erhellt wird. Ein Ort, wo Raubkatzen unter den Akazien dösen und Erdhörnchen die Häuser bewachen. Mein Bild von Afrika ist wild, bewegt und frei. Nach meiner Reise bin ich noch immer der Meinung, die Sonne nährt das Wachstum einer gut gelaunten Seele.

Während meines Aufenthaltes in Zomba lerne ich eine kleine Gemeinde kennen. Sie liegt inmitten der saftgrünen Papayabäume und Teeplantagen. Ich verbringe die Tage mit Ernest und Victor. Beide sprechen einigermaßen Englisch. Ich lerne, wie man Zuckerrohr kaut, Nsima kocht, das nationale Brettspiel in 5 varianten aufbaut, die Marktpreise einschätzt, wie viel die Schule kostet, wo die Kinder am Tag spielen, wie die Familie funktioniert und etliche weitere kleine Dinge. Überraschender Weise ist es nicht nur mein Wissensdurst, der gestillt werden muss. Ernest und Victor wollen von Deutschland hören, Bilder sehen, Lieder lernen. Sie bitten mich, den Kindern neue Spiele zu zeigen, mit ihnen zu rechnen und zu sprechen. Indirekt beginnt hier meine Unterstützung. Ohne dem Bewusst zu sein, hantiere ich Materialienlos in dem kleinen Waisenhaus Grace Orphan Care. Ich gebe den Lehrern neue Ideen den Mathematikunterricht zu verbessern und auf andere Ressourcen umzusteigen. Ich brauche dafür nichts, außer ein wenig Kreativität.

Jetzt bin ich ausgebildeter Field, Trails und Marines Guide in Süd Afrika. Meine Liebe zur Wildnis entdeckte ich nach einigen Wochen in dem zentralafrikanischen Staat. In wenigen Wochen lernte ich die Menschen und Kultur zu lieben. Mir ist es wichtig, den globalen Wissensaustausch zu stärken und Menschen in abgelegenen Teilen der Welt Zugang zu essentiellen Resourcen zu verschaffen. In den nächsten Jahren werden sich meine Projekte vorallem um den Erhalt der Energieversorgung drehen. Durch das abholzen der Wälder Malawis kam es in den letzten Jahren zu einem steigenden Mangel an Brennholz. Es müssen Alternativen zur Energieerzeugung gefunden werden und dabei möchte ich helfen.

Kathrin Selzer

Mein Name ist Kathrin Selzer. Ich arbeite als Ingenieur und interessiere mich sehr für Natur,- Klimaschutz und die Nutzung alternativer Energien. Im März 2012 hatte ich die Gelegenheit, Südamerika, Venezuela kennen und lieben zu lernen. Besonders beeindruckend fand ich den Urwald mit seinen riesigen jahrhundertealten Bäumen, wuchtigen Stämmen und die gigantischen Blätterwerken. Die Möglichkeit zu erhalten, beim Trekking unberührte Natur zu erleben, weit  abgelegene Indianerstämme zu besuchen und die Tierwelt im Orinoko Delta kennenzulernen, waren eine Lebens verändernde Erfahrung für mich.  Ein wundervolles Erlebnis  war mit ansehen zu dürfen, wie eine Meeresschildkröte um Mitternacht an einen entlegenen Strand kam, um ihre 80 Eier im Sand abzulegen und dann wieder in der Tiefe des Meeres verschwand.
Als mir Fernando, unser Reiseleiter, berichtet hat, dass er ein eigenes Reiseunternehmen starten wollte, war ich von der Idee begeistert und bot ihm meine Hilfe an. Da ich selbst ein Unternehmen aufgebaut habe, konnte ich ihn mit Rat und Tat unterstützen.

In dieser Zeit wurde auch die Idee geboren, einen kleinen Anteil der Reisekosten zu verwenden und in Projekte zur Erhaltung der Natur und zur Hilfe für die indigenen Menschen zu stecken. Die Idee für eine Stiftung war geboren. 2013 gründete ich mit meiner Tochter Anna die Stiftung „Reginold Brooks – internationaler Natur- und Klimaschutz (gemeinnützige Unternehmensgesellschaft)“. Unser Ziel ist es, außer in Südamerika, Projekte weltweit zu realisieren und das gespendete Geld auf direkten Weg  den Menschen und der Natur zukommen zu lassen, die unserer Hilfe bedürfen.